dicommerce
Das modulare, komplett filialfähige Warenwirtschafts- und Informationssystem
Die Flexibilität und die Leistungsfähigkeit Ihrer Software können über Gewinn oder Verlust entscheiden. Mit diCommerce bewegen Sie sich auf der sicheren Seite.
Software auf den Punkt gebracht.
Im Gespräch mit Gerhard Springob, Geschäftsführer dicomputer
Moderne Kassensysteme erleichtern dem Händler im Getränkefachmarkt längst nicht mehr nur die Arbeit bei der Zahlungsabwickelung. Mittlerweile bilden sie beispielsweise komplette warenwirtschaftliche Bewegung ab. Was ein gutes Kassensystem noch ausmacht, erläuterte Gerhard Springgob, Geschäftsführer dicomputer, dem GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL. (eis).
GETRÄNKEFACHGROSSHANDEL
Herr Springob, „Schnell zu erlernen, einfach und kostengünstig warten.” Oder: Welche Attribute machen eine gute Kasse aus?
Gerhard Springob
Das sind immer noch die wesentlichen Punkte, die Frage ist nur, auf welchem Niveau dies stattfindet. Die Anforderungen an ein modernes Kassensystem werden natürlich immer größer. So handelt es sich hierbei nicht nur um die Abrechnung monetärer Transaktionen sondern auch um warenwirtschaftliche Bewegungen, die einfach und nachvollziehbar abgebildet werden müssen.
GFGH
Funktionieren die Kassen nicht schon seit Langem zufriedenstellen? Gibt es bei den Kassensystemen überhaupt noch kontinuierliche Neuerungen oder Verbesserungsbedarf?
Springob
Es gibt hier immer neue Anforderungen im Markt, die mit neuen Technologien einhergehen und umgesetzt werden können. So müssen heute Kundenbindungssysteme (z.B. Treuepunkte) MHD-Verkauf, Gratispromotionen, Fertigen von Geschenkkörben und vieles mehr im Markt möglich und in der Zentrale steuerbar sein.
GFGH
Was macht ein gutes Kassensystem als System insgesamt aus? Gibt es Bereiche, die noch besonders schwach ausgeprägt sind?
Springob
Man muss tatsächlich zwischen dem Kassensystem im Markt und dem Gesamtsystem unterscheiden. Beim Kassensystem ist entscheidend, dass es alle warenwirtschaftlichen und monetären Vorgänge in einem Getränkemarkt abbilden kann. Zusätzliche Funktionen wie beispielsweise Nachrichtenaustausch mit der Zentrale, Etikettenausdruck etc. sind wünschenswert. Dies muss einfach, schnell und sicher möglich sein. Ein weiterer Punkt ist die Stabilität der Systeme. Insbesondere in Einkassen-Märkten kann dies von existenzieller Bedeutung sein. Für Filialisten ist jedoch von entscheidender Bedeutung, dass die Kassensysteme mit ihren zentralen EDV-Systemen zusammenarbeiten.
„Kassensysteme werden zukünftig immer mehr zu Datenlieferanten für nachgelagerte Zentralsysteme.”
GFGH
Welche Rolle spielt dabei die Integration der Kassen in andere IT-Systeme?
Springob
Die Rolle der Integration wird immer größer. Es besteht gerade bei Filialisten die Anforderungen die Kassensysteme stark in ihre Warenwirtschaft, Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung etc. zu integrieren. Hier haben wir schon Integrationen mit SAP sowie einigen Mitbewerbersystemen durchgeführt. Aber auch zu Streckenlieferanten, die z.B. die Marktbestellungen elektronisch erhalten, bestehen Anbindungsmöglichkeiten. Ebenso sind natürlich Abrechnungszentralen wie ge-con, gedat usw. mit von der Partie.
GFGH
Ihr Unternehmen hat sich auf Getränkekassen spezialisiert. Was ist an ihren diKassen-Kassen so besonders?
Springob
Wir verfügen über eine 20-jährige Erfahrung. Dicomputer war einer der ersten, die Standard-PCs als Kassensysteme verwendeten. Wir konzentrierten uns schon damals ausschließlich auf den Getränkehandel und verfügten, nach weit über 4.000 Kasseninstallationen, über ein ausgeprägtes Know-how. Unser Kassensystem baut auf den Erfahrungen und Anforderungen vieler Getränkemarktbetreiber und Filialisten auf.
GFGH
Spielen neben den technischen Systemen auch die Konditionen eine große Rolle beim Handel für die Wahl des Kassen-IT-Partners oder sind die inzwischen fast überall gleich?
Springob
Sie sind natürlich ähnlich. Hierbei spielen natürlich die Kosten über die gesamte Laufzeit des Einsatzes eine Rolle. Wichtiger für eine Entscheidung ist, ob der IT-Partner eine gute und schnelle Hilfe im Havariefall leisten kann. Hierzu sind personelle und technische Ressourcen beim IT-Partner erforderlich. Eine Hotline, die nicht zu erreichen ist oder nicht über das notwendige Know-how verfügt, ist hier weniger hilfreich.
GFGH
Geben sie zwei oder drei Beispiele: Was wird bei diKasse unter Benutzerfreundlichkeit verstanden? Wie erlebt der Nutzer diese?
Springob
Unsere diKasse verfügt beispielsweiße über mehrere Eingabemöglichkeiten. Zum einen ist die Eingabe über eine speziell auf den Getränkehandel abgestimmte Kassentastatur möglich. Des weiteren wird in der Masse der Fälle ein Handscanner genutzt und zusätzlich kann die Bedienung auch über Touchbildschirm erfolgen. Dies ist besonders simpel, da lediglich die am Bildschirm dargestellten Symbole berührt werden.
GFGH
Ein weiteres Beispiel …
Springob
… ist die Möglichkeit, bei bestimmten Produkten dem Kassierer einen Hinweis anzuzeigen, wie „Dieser Artikel ist altersbeschränkt ab 18 Jahren”, oder die Möglichkeit bei Artikeln Kontingente für bestimmte Verkaufsformen wie Gratissoftware oder MHD zu hinterlegen. Bis das Kontingent verbraucht ist, erscheint dann eine Auswahlmöglichkeit beim Kassiervorgang, um welche Verkaufsform es sich handelt, und dann wird der entsprechende Preis gezogen. „Nicht die Großen werden die Kleinen fressen, sondern die Schnellen die Langsamen.”
GFGH
Und noch ein Blick in die Branche: Wie bewerten Sie als Systemlieferant die Situation des Getränkefachhandels und was bedeutet das für Sie als Lieferant? Können Sie dem Handel wirklich das Leben erleichtern?
Springob
Die Konzentration wird weiter fortschreiten, wobei nicht die Großen die Kleinen fressen, sondern die Schnellen die Langsamen. Der Zusammenschluss von Einzelmarktbetreibern zu Vermarktungsgruppen wird von der Industrie gewünscht und auch weiter vorangetrieben.
Ziel Aller ist es, aus einem Euro zwei zu machen. Hierzu sind genaue Marktdaten erforderlich, die über entsprechende Kassensysteme zur Verfügung gestellt werden können. Wer die Auswirkungen auf Werbemaßnahmen, Aktionen, Produktinnovationen etc. direkt anhand der Daten aus den Kassensystemen bekommt, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.
GFGH
Wo sehen sie die Zukunft der Kassensysteme, gibt es dabei auch Hindernisse?
Springob
Die Kassensysteme werden zukünftig immer mehr zu Datenlieferanten für nachgelagerte Zentralsysteme. So ist es heute schon möglich, die Bons kurz nach dem Kassiervorgang in die Zentrale zu übermitteln, sodass ich schon mittags erste Reaktionen auf meinen Marketingmaßnahmen oder Aktionen abrufen kann.
Zukünftig könnte ich mir vorstellen, dass durch Erreichen individuell einstellbarer Grenzwert automatisch bestimmte Vorgänge in der Zentrale ausgelöst werden. So könnten automatisch Markt-Bestellungen generiert werden oder auch bei großen Kassendifferenzen oder Grenzwert automatisch überschreitenden Leergutbeständen automatisch eine E-Mail an die Revisionsabteilung gehen.
Für diese neuen Möglichkeiten sind schnelle Datenleitungen notwendig, spricht DSL, was leider noch nicht flächendeckend zur Verfügung steht. Weitere Hindernisse sehe ich nicht, wir arbeiten daran.
GFGH
Herr Springob, vielen Dank für dieses Gespräch.
Getränkefachgroßhandel 09/2009