Ausbildung gepaart mit Innovation

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Abschlussprojekt der Ausbildung – Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung

Eine Ausbildung bei uns zu absolvieren, bietet auch Gelegenheit zur Innovation. Das zeigt einmal mehr das aktuelle Abschlussprojekt unseres Auszubildenden Louis Gehle. Vor drei Jahren bei dicomputer gestartet, ist er jetzt auf die Zielgerade seiner Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung eingebogen. Höchste Zeit, sein innovatives Projekt zu präsentieren und ein Resümee zu ziehen.

„Ich habe mich schon sehr früh für Computer, den IT-Bereich und allgemein für technische Themen interessiert“, erinnert sich Louis. „Bei einer Potenzialanalyse in der Schule kam dann heraus, dass sich meine Neigungen und Fähigkeiten im technisch-mathematischen Umfeld tatsächlich auch hier deutlich zeigten.“

Auf der Berufsmesse in Olpe erfuhr Louis von der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, deren Ausbildungsinhalte sich mit seinen Berufsvorstellungen deckten: Seine Hobbys, wie zum Beispiel das Arbeiten mit Computern und Software, das Tüfteln an komplexen Aufgaben, das Programmieren und die Entwicklung neuer Softwareanwendungen konnte er mit Start des ersten Lehrjahres somit weiter vertiefen. Louis‘ Interesse an diesem Beruf war sofort geweckt. Er hielt daraufhin Ausschau nach Firmen in der Region, die eine solche Berufsausbildung anbieten und stieß unter anderem auf dicomputer. Es war schnell klar, dass er seine Wunschausbildung im Sommer 2019 starten konnte.

„Ich habe mich in der Firma von Anfang an sehr wohlgefühlt, es ist ein angenehm lockeres Arbeitsumfeld, man duzt sich und ich wurde sofort in den Arbeitsalltag mit eingebunden“, erinnert sich Louis an seinen Ausbildungsstart. Er durfte schon bald eigenständig Aufgaben mitorganisieren: „Die Planung und Abwicklung von eigenen kleinen Projekten und das selbstständige Arbeiten wurden hier von Beginn an gefördert, ich habe also schnell lernen können, was es bedeutet, in meinem künftigen Beruf Verantwortung zu übernehmen.“ Louis ist auf diesem Weg schnell ins dicomputer-Team hineingewachsen, wurde voll integriert und mit seinen Themen nie alleingelassen: „Ich hatte immer einen Ansprechpartner, und zwar nicht nur in der Entwicklungsabteilung, sondern auch in allen anderen Bereichen, falls übergreifende Fragen zu Themen im Vertrieb oder Consulting aufkamen. Es war immer jemand da, der mir alles erklären konnte.“

Die ersten zwei Ausbildungsjahre vergingen wie im Flug und Louis musste sich bald konkrete Gedanken zu seinem Abschlussprojekt machen. Er hielt zunächst Absprache mit seinem Ausbilder, der ihm verschiedene Möglichkeiten vor Augen führte und Vorschläge machte. Anhand dieser Auswahl entschied er sich schließlich für ein Projekt, das rundum passte: Das Thema begeisterte Louis, die Umsetzung bis zum Abgabetermin war realistisch planbar und zugleich hatte es auch noch einen bedeutenden Mehrwert für unser Unternehmen. Es geht bei diesem Projekt um die Entwicklung einer neuen Software-Anwendung, die eine bisherige System-Lücke schließen soll. Louis bringt es in der Fachsprache knapp auf den Punkt: „Es handelt sich um die Implementierung eines Dashboards in der dicomputer Warenwirtschaft, die Eckdaten des operativen Geschäfts visuell darstellen soll.“

Die beiden Anwendungen, um die es hier geht, lassen sich in Kürze folgendermaßen beschreiben: Das auf den Getränkefachgroß- und -einzelhandel zugeschnittene dicomputer-Warenwirtschaftssystem dicommerce ermöglicht es, die Bereiche Verkauf, Einkauf und Lager effizient, umfangreich und auf die Kundenanforderungen individuell zugeschnitten zu digitalisieren. Die zweite Anwendung, das Web-basierende Berichtsystem diinfo wiederum gewährt es jenen Nutzern, die nicht das Warenwirtschaftssystem dicommerce verwenden, trotzdem einen Überblick über alle diese internen Informationen zu erhalten. Zusätzlich kann das Berichtssystem diinfo standortunabhängig bedient werden.

Bislang war es dem Warenwirtschaftssystem dicommerce nicht möglich, auf das Informationssystem diinfo zuzugreifen, ohne die Anwendung dicommerce verlassen zu müssen. „In der IT-Terminologie spricht man von einem Medien- bzw. in diesem Falle auch einem Systembruch.“ Diese vorhandene Lücke will Louis mit seinem Projekt, zu dem am Ende sehr viel Programmierarbeit gehören wird, schließen.

Da es sich bei dem Warenwirtschaftssystem dicommerce und dem webbasierten Berichtssystem diinfo um bereits exisiterende Anwendungen handelt, wird Louis diese im Rahmen seines Projekts erweitern. Zurzeit besteht die Möglichkeit, Informationen in Form von Berichten im externen Berichtssystem diinfo einzusehen, was allerdings für interne Mitarbeitern, die mit dem Warenwirtschaftssystem dicommerce arbeiten, nicht möglich ist. Sie müssen, wie schon gesagt, die Anwendung erst verlassen. Damit es auch ohne Verlassen der Anwendung möglich ist, Einsichten in verschiedene Berichte zu erhalten, soll ein Dashboard in die Warenwirtschaft integriert werden. Ein Dashboard ist vergleichbar mit einem Armaturenbrett, auf dem Informationen aus unterschiedlichen Quellen aufbereitet und visuell dargestellt werden können. Dieses Dashboard soll also Mitarbeiter in der Warenwirtschaft dicommerce mit wichtigen Daten aus dem Berichtssystem diinfo versorgen.

Für die Entwicklung und Umsetzung seines Projekts wurde Louis ein Zeitrahmen von insgesamt 70 Stunden vorgegeben, der sich in verschiedene Phasen auffächern wird. Während der gesamten Bearbeitungszeit ist er außerdem in ständigem Austausch mit seinem Projektleiter, was die Projektkoordination flexibel gestaltet. So stimmt er in einer ersten Analysephase zunächst den Auftrag ab und betrachtet den Ist-Zustand. Zusammen mit Projektleitung und Consultant werden die Anforderungen und Zielsetzungen in Form eines Konzepts erarbeitet. Im Rahmen dieser Konzipierung wird schließlich entschieden, wie das Berichtssystem in Form eines Dashboards in das Warenwirtschaftssystem eingebunden und integriert wird. Daran knüpft eine Entwurfsphase an, in der die neue Anwendung entwickelt und für die konkrete Umsetzung vorbereitet wird. Die wichtigste und entscheidende Aufgabe folgt dann in der Implementierungsphase, die am meisten Zeit in Anspruch nimmt. Hier finden alle notwendigen Programmier-Prozesse statt, um das Dashboard zum Schluss in die bereits existierenden Systeme einbinden zu können.

„Als Datenquelle für das Dashboard wird die bestehende Firebird SQL-Datenbank des ERP-Systems genutzt. Für die Versionierung wird das Versionsverwaltungstool TortoiseSVN verwendet, die Planung von Projektabschnitten und Zeitplanung wird in einer internen webbasierten ERP-Software dokumentiert.“ Louis hat diese einzelnen Schritte akribisch geplant, auf die Umsetzung freut er sich jetzt umso mehr. Ist das angestrebte Ziel doch ein Mehrwert für beide Seiten: Eine Win-win-Situation für Azubi und Unternehmen, denn Louis hat damit einen entscheidenden Grundstein für seine berufliche Laufbahn gelegt und dicomputer profitiert zugleich von seiner innovativen Idee, deren konkrete Umsetzung den Kunden die beschriebenen Vorteile ermöglichen wird.

„Die Ausbildung bei dicomputer hat mir nicht nur viel Wissen mit auf den Weg gegeben, sondern auch viel Freude gemacht“, resümiert Louis. „So ist es schön, von diesem Wissen auch am Ende einen Teil zurückgeben zu können.“ Er freut sich, sein Vorhaben im Abschlussprojekt jetzt auch in die Tat umzusetzen.

Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deinem Projekt!

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