Teamworkshop – Wertschätzung und Toleranz

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Wie siehst du mich?  Wie sehe ich dich? Wie sehe ich mich selbst? Und wie lernen wir uns (auch gegenseitig) besser kennen?

Ein gutes Miteinander führt nicht nur zu größerer Zufriedenheit am Arbeitsplatz, sondern auch zu einer effektiveren Zusammenarbeit, welche wesentlich zum Unternehmenserfolg beiträgt. Unter dem Motto „Teambuilding mit Wertschätzung“ fand kürzlich ein interner Workshop mit der Schulik Managementberatung statt. Im Mittelpunkt stand hierbei die Frage, wie Teams in unterschiedlichen Zusammensetzungen mit verschiedenen Persönlichkeiten Dynamiken entwickeln, die sich sowohl positiv als auch negativ auf das gemeinschaftliche Zusammenarbeiten auswirken können.

Die zentrale Frage zu Beginn war: Was sind wir selbst für Typen? Selbsterkenntnis ist der erste wesentliche Schritt zu mehr Toleranz und Wertschätzung anderen gegenüber. Auch kann man sich selbst gegenüber mehr Verständnis entgegenbringen, wenn man versteht, warum man in bestimmten Situationen ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt. Als Analyse-Werkzeug diente uns das persolog® Persönlichkeits-Modell des amerikanischen Psychologen Prof. Dr. John G. Geier. Hier geht es darum, herauszufinden, wie Menschen ihre Potenziale voll entfalten können, wenn sie erst einmal ihre individuellen Stärken erkannt haben. Das Modell gründet auf Verhaltensbeobachtungen des Psychologen William M. Marston (1893-1947) und wurde in Hinblick auf praktische Analyse-Tools weiterentwickelt. Es betrachtet menschliches Verhalten aus zwei maßgeblichen Perspektiven, die sich in zwei Fragen formulieren lassen. Erstens: Wie nehmen wir in bestimmten Situationen unser Umfeld wahr? Bereitet es uns eher Stress oder empfinden wir es als angenehm? Zweitens: Wie reagieren wir auf unser Umfeld? Sind wir eher zurückhaltend in unseren Reaktionen oder verhalten wir uns bestimmt oder gar bestimmend? Es gibt also vier mögliche Antworttendenzen, die letztendlich aufzeigen, welche Verhaltensdimensionen sich besonders ausgeprägt in unseren Reaktionen spiegeln: Dominant, initiativ, stetig oder gewissenhaft (abgekürzt D, I, S oder G). Dabei spielen unser Umfeld und die Situation, in der wir uns momentan befinden, eine wesentliche Rolle, denn in Stresssituationen und unter Druck reagieren wir oft anders als in entspannter Atmosphäre. So betont dieses Modell ausdrücklich einen situativen Ansatz, demzufolge menschliches Verhalten sich nicht unter Laborbedingungen auf authentische Weise zeigt, sondern immer nur in Bezug auf die jeweilige Situation und die Interaktion mit anderen.

Mithilfe von Fragebögen konnten wir unseren eigenen Verhaltensdimensionen auf die Spur kommen und diese in entsprechenden Auswertungstabellen spezifizieren, um so Verhaltenstendenzen bei uns und den anderen besser entdecken und verstehen zu können. Dabei war es nicht in erster Linie das Ziel, dass wir unser eigenes Verhaltensprofil allen anderen Teilnehmern offenlegen und präsentieren sollten, dies durfte durchaus privat bleiben. Es ging in der nachfolgenden Diskussion und in den anschließenden Gruppen-Arbeiten, die von Herrn Schulik mit viel Know-How und professionellen Coaching-Elementen angeleitet wurden, vor allem darum, für den Facettenreichtum menschlichen Verhaltens zu sensibilisieren. Auf diesem Weg soll es möglich sein, ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln und zu verstehen, warum sich Menschen in bestimmten Situationen oft sehr unterschiedlich verhalten. Mit diesen neuen Blickwinkeln im Gepäck kann es nicht nur leichter fallen, reflektierter und differenzierter miteinander zu kooperieren sowie zu kommunizieren. Zugleich bietet die Einteilung in die vier oben genannten Verhaltensdimensionen „Dominant“, „Initiativ“, „Stetig“ und „Gewissenhaft“ eine sehr gute Orientierung zur Erkundung von individuell gelagerten Stärken und Schwächen. Wenn man also davon ausgehen kann, dass die grundlegenden Verhaltenstendenzen in variierenden Gewichtungen in jedem von uns stecken, sind die konkreten Erscheinungsformen sehr aufschlussreich: In ihren jeweiligen Kombinationen und Ausprägungen kann man unterschiedliche Persönlichkeitstypen entdecken, etwa in Bezug auf Motivation, mögliche Schwächen, Aufgabenbewältigung, persönliche Werte, Umgang mit Konflikten, Reaktion unter Druck, Verhalten im Team oder als Führungskraft. Auch Ausblicke auf bevorzugte Aufgaben oder Funktionen können für die jeweiligen Persönlichkeitsstrukturen angeregt werden. So bietet dieses Werkzeug eine sehr gute Orientierungshilfe in Hinblick auf die Entdeckung des eigenen Entwicklungspotentials. Hierbei geht es nicht darum, Menschen in ein bestimmtes Raster einzuordnen oder sie auf ein konkretes Muster festzulegen, sondern um die jeweilige Selbsterkundung anzuregen. So kann für die eigenen – zum Teil vielleicht auch noch versteckten – Fähigkeiten sensibilisiert werden, was in erster Linie motivieren und bereichern soll.

Und so wurde auch nach dem zweitägigen Workshop resümiert, dass sich der Ausflug in die Gefilde der Verhaltenserkundung in vielerlei Hinsicht gelohnt habe, sei es, weil es interessant war, sich mit den Analyse-Tools zu beschäftigen oder weil es als gemeinschaftliches Projekt Gelegenheit bot, sich selbst und die Kollegen besser kennenzulernen. Nach allen Corona-Beschränkungen war es außerdem das erste Event, bei dem wir nach den zum Teil recht einsamen und langen Homeofficephasen endlich noch einmal zusammengekommen sind. Last but not least zeigte sich wieder einmal, dass sich hartnäckig haltende Klischees über Beschäftigte in der IT-Branche gut widerlegen ließen. Denn auch bei der Arbeit in der Software-Entwicklung für den Getränkehandel geht es nicht nur verkopft, sondern meistens auch sehr vielfältig und lebendig zu. So offenbarte sich in diesen zwei Tagen wieder einmal das breite Spektrum an unterschiedlichen Persönlichkeiten, die bei uns Tag für Tag ihre wertvollen Beiträge leisten.

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